0821 2424 9296 info@martinbloch.de

Wenn’s um die Finanzierung einer Immobilie geht, gilt es für Kaufinteressenten vieles zu bedenken. Ist ein Plan gefasst und die Immobilienfinanzierung beschlossen, verliert man vielleicht aus den Augen, dass die aktuell geltenden Bedingungen in den nächsten fünf, zehn oder zwanzig Jahren ganz anders aussehen können – und die Zinsbindung je nach Vertrag entfällt. Ist der Immobilienkredit bis dahin noch nicht gänzlich getilgt, ist eine Anschlussfinanzierung notwendig. 

Immobilienfinanzierung: rechtzeitig planen und frühzeitig informieren

Vor Ablauf der aktuellen Immobilienfinanzierung meldet sich meist die Bank. Doch ist es sinnvoll, bereits frühzeitig – am besten ein Jahr, bevor der Kreditvertrag ausläuft – selbst verschiedene Optionen zu prüfen und sich ein Bild über die aktuellen Zinsen zu machen. Denn bei niedrigen Bauzinsen ergeben sich gute Möglichkeiten, um die Raten fürs Haus deutlich zu reduzieren.  

Anschlussfinanzierung: Zinsen im Blick behalten 

Haben Sie also in der Zeit vor Ablauf der Anschlussfinanzierung die aktuelle Zinsentwicklung im Blick, können Sie gegebenenfalls schnell eingreifen. Steigen die Zinsen, sollte direkt reagiert werden, um damit auch steigende Raten im Idealfall noch abwenden zu können. Fallen die Zinsen, könnte sich Abwarten lohnen. Unser Tipp: Unabhängige Finanzexperten können Sie zum aktuellen Trend der Zinsentwicklung beraten. 

Immobilien finanzieren: Welche Anschlussfinanzierungen gibt es? 

Im Grunde unterscheiden wir drei Optionen: Die Prolongation, d.h. die Verlängerung des bestehenden Vertrags mit der bisherigen Bank. Die Zinsen werden dabei an die momentane Marktlage angeglichen. Vorteil ist, dass hier meist nicht viel zu erledigen und eine neue Bonitätsprüfung in der Regel nicht nötig ist. Zudem fallen für den Kreditnehmer keine Kosten für eine Übertragung der Grundschuld an, was beim Wechsel zu einer anderen Bank der Fall wäre. Dagegen steht, dass Angebote anderer Institute möglicherweise günstiger sein könnten – so lohnt sich eine Prüfung von Gegenangeboten. Diese können sich auch bei den Verhandlungen mit der aktuellen Bank bezahlt machen. 

Die Umschuldung ist eine weitere Option und sieht vor, dass die Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank abgeschlossen wird. Dies ist ratsam, wenn dadurch bessere Konditionen erreicht werden können. Für die Übertragung der Grundschuld fallen Grundbuch- und Notarkosten an. Handelt es sich jedoch um ein gutes Angebot, können die günstigeren Zinsen die Kosten kompensieren. 

Als dritte Möglichkeit möchten wir das Forward-Darlehen vorstellen: Dieses bietet die Option, bereits einige Monate vor Ende der Zinsbindung ein neues Darlehen abzuschließen. Für Kreditnehmer ist das dann von Vorteil, wenn sie sich die zu diesem Zeitpunkt niedrigen Zinsen sichern können. Es lohnt sich zudem, wenn sich abzeichnet, dass die Bauzinsen steigen werden. So kann der Kreditnehmer von aktuellen günstigen Zinsen profitieren, bevor diese wieder steigen. Berücksichtigt werden muss, dass beim Forward-Darlehen meist ein Zinsaufschlag fällig wird.  

Anschlussfinanzierung – der richtige Zeitpunkt kann entscheidend sein

Machen Sie sich gerade Gedanken über die passende Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie? Oder haben Sie Fragen zur aktuellen Lage und den Trends am Immobilienmarkt? Gerne stehen wir Ihnen zusammen mit unserem Finanzierungspartner Alex Koller zur Seite – nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf!